#1 Lage des Christentums in Westeuropa von AlexR 12.08.2021 17:12

Ich würde gerne mal aus gegebenem Anlass ein vielleicht etwas ungewöhnliches Thema anschneiden:

Vor einigen Tagen ist in Nantes ein katholischer Priester ermordet worden - vom gleichen Täter, der zuvor bereits die dortige Kathedrale in Flammen gesteckt hat. Das ist jetzt leider kein Einzelfall, es häufen sich solche Fälle in Frankreich, etwa durch die Schändung von Kirchen usw. Das macht mir ehrlich gesagt sehr viel Angst, weil die muslimische Aggression immer mehr Teil des Alltags wird. Es vergeht kein Tag, wo es in Deutschland oder Frankreich nicht zu irgendeinem Vorfall kommt. Zudem sehen wir ja, dass das Christentum in Europa auch bei den Einheimischen immer mehr an Bedeutung verliert. Man spricht ja bereits davon, dass die katholische Kirche in Deutschland in einigen Jahrzehnten bedeutungslos werden soll. Das wäre dann das Ende einer fast 2000jährigen Geschichte!

Auch wenn viele Neuheiden das in ihrem seltsamen Weltsicht leider toll finden mögen ("alles, was gegen das Christentum ist, ist begrüßenswert"), ist das eine Entwicklung, die auch den Heiden zu denken geben sollte: Meines Erachtens wird mit dem Niedergang des Christentums auch der letzte Rest Spiritualität aus Westeuropa verschwinden und endgültig dem Islam auf der einen oder dem Materialismus auf der anderen Seite zum Sieg verhelfen. Man sollte sich immer daran erinnern, dass gerade in den katholischen Gebieten Deutschlands sehr viel Brauchtum überlebt hat, das noch unmittelbar aus dem Heidentum stammt. Mit der Kirche werden somit auch die letzten gelebten Bräuche des Heidentums aus dem Alltag verschwinden.

Meine Frage wäre jetzt:

Auch wenn wir als Heiden keine Christen sind: Was kann man angesichts dieser Lage machen? Dass sich politisch etwas ändert, ist ja leider in nächster Zeit nicht zu erwarten, es wird eher noch schlimmer werden. Was verbleibt einem da noch? Wäre es etwa sinnvoll, für die katholische Kirche in Deutschland und Frankreich zu beten?

#2 RE: Lage des Christentums in Westeuropa von Heidabyr 12.08.2021 23:25

Morde an Kirchenleute machen mich auch betroffen und sind für mich auch überhaupt nicht nachvollziehbar. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass die Kirchen je Gewalt ausgeübt hat, weil ich auch die Kirche als sehr freundlichen Ort kennen gelernt habe. Andererseits gilt in der Kirche die Bibel und deswegen tue ich mich doch schwer mit der ihr.

Eine Schwierigkeit, die ich sehe, ist die, dass der Islam ein sehr schlechtes Verständnis für das Christentum vermittelt.
Immerhin erkennen die Muslime Jesus an. Das wäre eigentlich ein hervorragender Anknüpfungspunkt.
Aber sie lehnen die christliche Sicht, dass der Schöpfergott der Vater Jesus sei, und die Überlieferung, dass Jesus gekreuzigt worden sei, ab. Der Islam vermittelt ihnen, dass die Christen Gläubige seien, die an etwas Falsches glaubten. Ihrer Ansicht nach sei Jesus ein Prophet und er sei nicht gekreuzigt worden.
Was mir erst viel später aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass auch die Kirche selber die Botschaft Jesus, der offenbar gepredigt hat, dass nicht nur er sich selber als Gottes Sohn, sondern alle als Kinder des Schöpfergottes sehe, verschleiert hat. Das Gebet, was von Jesus überliefert worden ist, ist ja das Vaterunser, womit alle Christen ihren Gott als Vater anrufen. Dabei wird heute immer noch von Jesus als Gottes Sohn gesprochen, als sei nur er es.
Meines Erachtens verstehen die meisten Christen selber das Christentum nicht, weil die katholische Kirche es vollkommen verklärt hat.
Außerdem ist für mich das Christentum ganz klar neutestamentarisch ausgerichtet. Das Alte Testament darf nur als Negativbeispiel dienen in der Kirche. Denn der Gott der Christen ist ein liebender, geduldiger Vater und für die Christen gelten als Leitworte Liebe, Glaube, Hoffnung.
Deswegen tut sich die Kirche auch so schwer damit, mit den Missbrauchsskandalen umzugehen, weil die Kirche grundsätzlich niemanden zurückweist, auch nicht Verbrecher, die eigentlich in der Kirche die Chance bekommen sollen, sich dem Guten zuzuwenden. Die Kirchen sind offene Gotteshäuser.
Doch in dieser Hinsicht ähnelt die Kirche auch dem Islam. Aber ich kenne den Islam nicht gut genug, um ihn wirklich mit dem Christentum vergleichen zu können, deswegen möchte ich nur unter Vorbehalt eine Ähnlichkeit miteinander beim Christentum und Islam sehen.
Jesus und das Christentum vermitteln jedenfalls eine mutige Botschaft, die alle Menschen einschließen soll.

Ich tue mich mit dem Weltbild, das durch die Bibel, besonders auch durch das Alte Testament vermittelt wird, schwer. Ich lehne es für mich ab. Ich respektiere es aber als Überlieferung eines anderen Volkes. Darin befindet sich wohl auch Zündstoff, weil zumindest angedeutet wird, dass die Mutter des Erzvaters der Muslime eine Sklavin Abrahams gewesen sei. Die Muslime haben dazu auch eine eigene Überlieferung, in der Ismael nicht einfach der Sohn einer Sklavin Abrahams sei.

Ich bin dafür, dass grundsätzlich alle Menschen ein bürgerliches Verständnis vermittelt bekommen sollten, das besagt, dass sie in erster Linie für sich selber verantwortlich sind und sich bemühen müssen, selber für sich zu sorgen. Selbstverständlich kann man sich dann aber auch noch überlegen, wie für alle das Leben angenehmer sein kann. Doch ich will grundsätzlich persönlich in Ruhe gelassen werden und mich mit niemanden abgleichen müssen. Leider gibt es Leute, die verstehen Persönlichkeitsrechte nicht.

Ich möchte nicht, dass irgend jemand etwas Schlimmes widerführe. Aber so gut, wie ich nun Gézas Predigen kenne, weiß ich, was er zu den Morden sagen wird: Es waren Schicksale, die wir nicht mehr verhindern konnten.

Man sollte auch darüber sprechen. So wie nun hier. Und nicht nur hier.

#3 RE: Lage des Christentums in Westeuropa von Katla 13.08.2021 19:17

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Ich sage es mal ganz kurz: Die christlichen Kirchen wollten solche religiösen Fanatiker ja unbedingt ins Land holen. Nun bekommen sie die Quittung dafür serviert.

#4 RE: Lage des Christentums in Westeuropa von Geza v. Nahodyl Nemenyi 14.08.2021 01:11

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Zu den Kirchenhassern habe ich nie gehört, andere in der Heidnischen Gemeinschaft schon. Heute denke ich, daß eine schlechte Religion wie das Christentum immer noch besser ist, als gar keine oder als der Islam.

Aber ich habe mir auch Gedanken gemacht, warum es den Kirchen nicht mehr gelingt, Menschen von ihrer Lehre zu überzeugen. Meine Antwort ist die, daß die heutigen Christen Jesus völlig vermenschlicht haben. Für die Theologen ist er nur ein menschlicher Prediger oder Philosoph, Guru. Kein besonderer Sohn Gottes oder dergleichen. Der Satan existiert für sie gar nicht, ist nur ein Symbol für Böses, und wenn Christen an Engel glauben, belächeln diese Theologen das. Daß ihnen die biblischen Überlieferungen egal sind, oder nur Vorstellungen früherer Völker beinhalten (nicht das Wort Gottes), sieht man daran, daß sie Homosexualität nicht mehr als Sünde ansehen, ganz anders, als das Alte Testament.

Wir haben also eine materielle, kapitalistische Gesellschaft und Kirchen, die sich diesem Denken anpassen (noch nicht überall vollständig). Was kann ein Suchender dort noch finden? Sie müßten wieder ihre Spiritualität entdecken und vertreten, z. B. die Nah-Tod-Erlebnisse nutzen, um das Weiterleben nach dem Tode zu erklären. Aber nichts dergleichen geschieht. Den Wiedergeburtsglauben verbunden mit Karma haben sie schon lange verloren, so daß sie nun Unheil, Naturkatastrophen, Ungerechtigkeit usw. nicht mehr glaubwürdig erklären können.

Was den Islam und die nun regelmäßig stattfindenden (und in den Mainstream-Medien oft verschwiegenen) Anschläge betrifft, so sind sie eine Folge der im Islam enthaltenen Intoleranz und der Vertreter des Islam, nämlich der Migranten mit ihren völlig fremden Denk- und Wertevorstellungen. Da wird sich nichts zum Guten ändern. Ich wundere mich über die Naivität vieler Deutscher, die wähnen, man müsse den Migranten nur das Grundgesetz in die Hand drücken und schon werden die gute Demokraten. Warum sollten sie Koran und Sharia, also Werke von Allah, gegen ein Grundgesetz, ein Werk von ungläubigen Menschen, ersetzen? Wir sehen es ja gerade in Afghanistan, die genetische Prägung für Kalifate und gegen Demokratie ist stärker als westliche Ungläubigen-Armeen. Man hätte nie in Afghanistan eingreifen dürfen; nur die buddhistischen Länder hätten das Recht gehabt, als die Taliban die Buddha-Statuen zerstörten, wir waren davon nicht betroffen.

Unser einziger Schutz ist: Keine weiteren Einwanderungen zulassen und unser Volk auch religiös zu schulen, Platz für Spiritualität im in den Schulen vermittelten Weltbild zu lassen. Denn es wird ja noch schlimmer: Menschen ohne Religion werden irgendwann skrupellos und egoistisch, haben keine Angst vor Bestrafung durch Gott, glauben nur an ein einziges Leben und daß mit dem Tod alles aus sein wird - also müssen sie diese kurze Zeit möglichst im Wohlstand verbringen, können Betrügen, Morden, was auch immer, da kein Gott ist, der das bestrafen könnte.

Wir müssen auch glaubwürdig unsere Religion vertreten und an die alten Gemeinsamkeiten (Fylgien = Schutzengel, Gott = Wodan, Hölle = Hel usw.) anknüpfen, da man nur mit Bekanntem Menschen erreichen kann. In dem Vlog (Video-Blog) bei YouTube habe ich die Götter daher an Hand der allen bekannten Wochentagsnamen erklärt, um so die Zuhörer nicht mit "Exotischem" zu verprellen.

Ich überlege gerade, wie weit man dabei gehen kann. Leider wissen wir noch nicht, wie man Bilder (jpgs) in so ein Video hineinbekommt, so daß das Format stimmt und der Kommentar zu den Bildern weiterläuft. Also muß es erstmal so weitergehen (mit viel "Gerede" statt Illustration mit Bildern). Ich bin froh, daß es gelungen ist, eine gute Videokamera zu bekommen und daß diese (sogar mit Windows XP) läuft. Der Ton ist etwas leise, trotz des angeschlossenen Sony-Mikrofons, das eingebaute Camcorder-Mikrophon ist lauter, überträgt aber auch das leise Rauschen des Cameramotors. Laute und leise Teile kann man zusammenschneiden, aber den Ton bekommen wir dann nicht in gleichmäßge Lautstärke. Aber es geht mit dem leiseren Ton immerhin halbwegs. Ideen für Inhalte habe ich viele, in den nächsten Tagen (je nach Wetter) drehe ich wieder weiter. Das macht auch Spaß, da es nur kostet und nichts einbringt, sehe ich das auch als eine Art Opfergabe. Auch will ich die Menschen meiner Region nebenbei mit informiern, damit sie sich auch senkrecht verwurzeln und stolz auf die Geschichte und die Kultur ihrer Vorfahren werden.

Lichtgruß
Geza

#5 RE: Lage des Christentums in Westeuropa von Heidabyr 14.08.2021 09:26

Ein Prediger wird auch als Mann Gottes bezeichnet und ist also nicht nur einfach ein Prediger.
Bei den Heiden ist er dann aber ein Mann der Götter.
Ich bin jedenfalls auch dafür, daß das Heidentum bekannter wird.

Und das Christentum sollte sich nicht aufopfern und schon gar nicht für Leute, die sich nicht zum christlichen Glauben bekennen.

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