#1 Sicherheit, Datenschutz, Privatsphäre von Heidabyr 20.04.2021 10:50

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Es ist so, dass nicht mehr wirklich frei diskutiert werden kann im öffentlichen Raum.
Alles, was man sagt, kann einem als völkisch oder antidemokratisch ausgelegt werden. Und das kann Konsequenzen haben.
Ich habe nun gelesen, dass der Staatsschutz in allen Gruppen aktiv sei und Profile erstelle.
Jeder sollte sich in Zukunft überlegen, was er öffentlich sagt.
Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass sogar privat gemachte Äußerungen ausgewertet werden können. Selbstverständlich ist das nicht rechtens. Aber es gibt Leute, die sehen das anders.
Der Witz ist, dass der deutsche Staat zugleich wirkliche antidemokratische Kräfte fördert, die die freiheitlich demokratische Grundlage des Grundgesetzes, die zumindest Geistesfreiheit und Wortfreiheit ermöglichen muß, nicht begreifen.

#2 RE: Sicherheit, Datenschutz, Privatsphäre von Heidabyr 21.04.2021 10:48

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Nur weil jemand etwas sagt, ist es noch nicht strafbar, sei die Ansicht, die Meinung oder die Betrachtungsweise noch so exklusiv. Nur wenn es auf eine konkrete Straftat hinweist, kann dem nachgegangen werden.
Aber denkt der Migrant, der sagt, dass er sich ohne Quoten benachteiligt fühlt, nicht auch völkisch? Wie ich bereits an anderer Stelle dargelegt habe, sind die sogenannten Deutschen als Volk nicht mehr zu fassen, weil alle Leute in der Geschichte Namensdeutsche und Christen werden konnten, die es wollten. Und für die so genannten Deutschen gibt es bis heute keine feste Größe und keine Quoten.
Und was bedeutet antidemokratisch? Jeder kann sich innerhalb einer liberalen Demokratie einbringen zum Beispiel durch die freie Rede. Aber nicht einmal eine freie Rede ist mehr möglich, ohne dass einem Idioten auflauern. Eine liberale Demokratie bedeutet, dass jeder sich nach Vermögen und Gunst einbringen und Erfolg haben kann. Mehr bedeutet eine liberale Demokratie eigentlich nicht. Es bedeutet auch nicht eine Artbestandshaltung für Dummköpfe.
Vieles, was in Deutschland von Seiten der Regierung erfolgt, kann nicht rechtens sein. Ich empfehle allen Sicherheitsorganen, sich einmal darum zu kümmern.

Insbesondere als Privatperson (Individuum, Gruppe) sollte man eigentlich die Individualrechte wie Meinungsfreiheit weitestgehend ausschöpfen können.

#3 RE: Sicherheit, Datenschutz, Privatsphäre von Geza v. Nahodyl Nemenyi 05.07.2021 21:10

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Mut ist eine germanische Tugend. Und wenn jemand wegen seiner geäußerten Meinung angezeigt wird, dann würde ich eine Musterklage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte empfehlen, denn in einer Demokratie darf die freie Meinungsäußerung nicht verboten sein. Natürlich darf man Menschen nicht beleidigen oder zu Straftaten aufrufen, ist ja klar - durfte man auch bei den Germanen nicht, sofern man weiterleben wollte.
Aber ansonsten muß alles erlaubt sein. Und was eine Beleidigung ist, und was nicht, muß objektiv festgestellt sein. Wenn "Schwarzer" erlaubt ist, dann muß auch "Neger" erlaubt sein, da es dieselbe Bedeutung hat. Auch wenn sich Schwarze meinen, dadurch beleidigt fühlen zu müssen. Juristisch zählen nur verifizierbare Tatsachen, keine subjektiven Gefühle von Selbsternannten "Betroffenen".

Geza

#4 RE: Sicherheit, Datenschutz, Privatsphäre von Heidabyr 05.07.2021 23:33

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Ja, wir sollten dafür alles tun, die freie Meinungsäußerung zu erhalten.
Der Begriff Neger wird insbesondere noch von älteren Leuten verwendet und meines Erachtens nicht abwertend. Vielleicht ist er vergleichbar mit dem Begriff Asiaten und Afrikaner. Die Europäer sind von den Iranern früher zusammenfassend als Franken bezeichnet worden.
Aber bei jüngeren Leuten vernehme ich den Begriff gar nicht.
Ich habe einmal gelesen, dass ein Afrikaner Weiße als pinke Nasen bezeichnet hat, was witzig klingt. Das Erscheinungsbild fällt hier sehr stark ins Gewicht und man sieht dahinter auch andere Kulturen, die man in der Regel nicht so gut kennt.
Aber ich finde, auch schon nur unter den Europäern kann man erstaunlich viele Erscheinungsbilder wahrnehmen.

#5 RE: Sicherheit, Datenschutz, Privatsphäre von Geza v. Nahodyl Nemenyi 06.07.2021 16:50

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Da kommen nun auch noch natürliche Sprachwandlungen hinzu. Ein weiblicher Mensch hieß immer "Weib", das war nie abwertend gemeint. Doch wenn man heute eine Frau "Weib" nennt, dann fühlt die sich beleidigt. Die Kirche änderte den Text des Ave Maria um, >du bist gebenedeit unter den Weibern< wurde zu >du bist gebenedeit unter den Frauen<. Aber "Frau" bezeichnete vor 3 Jahrhunderten nur adelige Weiber, denn es heißt ja "Herrin" (Fro = Herr), und heutzutage sind "Frauen" nur sehr selten die Vorsteherinnen einer Herrschaft, also tatsächlich Herrinnen. Die meisten heutigen Menschen sind Unfreie, Sklaven (im Vergleich mit der Zeit der Germanen). Und die Tochter des Fro (Herrn) und der Frove (Herrin) war das "Fräulein" (Frovelin), denn sie hatte ja noch nichts in der Herrschaft zu sagen, war die "kleine Herrin" wie der Sohn der "junge Herr" (Junker). Und heute soll man jedes unfreie Mächen tatsächlich mit "Frau" anreden, obwohl weder adelig, noch Führerin einer Herrschaft (d. h. ein großer Hof, Haus und Grundbesitz).

Und wenn junge Menschen lieber die deutsche Form "Schwarze" statt des lateinisch-französischen "Neger" verwenden, so sollen sie das tun. Aber nicht aus Angst, anzuecken, sondern weil sie selbst es so wollen und für richtig halten. Und schwarze Rapper nennen sich selbst "Nigga" und zwei Staaten in Afrika heißen "Nigeria" und "Niger". Ganz so schlimm kann das aus Angst nur "N-Wort" genannte Wort also gar nicht sein.

Lichtgruß
Geza

#6 RE: Sicherheit, Datenschutz, Privatsphäre von Heidabyr 07.07.2021 18:14

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Vielleicht zeigt das, dass die Gesellschaft schon die ganze Zeit dabei ist, mit Begriffen Verhältnisse zu beschönigen oder verändern zu wollen.
Die Bürgerliche Schicht und das bürgerliche Selbstverständnis sind auch neuere Entwicklungen. Bürgerliche sind für mich Leute, die finanziell unabhängig sind vom Staat und auch nicht angewiesen sind auf irgendwelche Transferleistungen. Daher können sie sich unabhängig geben.
Und der Adel war eben schon immer noch zumindest ein wenig mehr als bürgerlich.
Und so lange sind die Leute hier ja auch noch nicht frei.
Heute gilt das Gleichheitsprinzip, d.h. alle Leute sind erst einmal gleich "an Würde und Rechte geboren". Doch das bedeutet nicht, dass alle gleich wären in gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht. Diese Form von Gleichheit gibt Raum für Entwicklung und lässt die Gesellschaft dynamischer werden. Ein Sohn muß nicht mehr den selben Beruf wie sein Vater ergreifen und eine Tochter kann auch berufstätig werden.
Doch weil u.a. die SPD vermutlich immer noch denkt, zuerst den Sozialismus, mit dem die große Umverteilung einhergeht, anstreben zu müssen, um dann im Kommunismus, wo es dann keine Unterschiede mehr gebe und keine Umverteilung mehr notwendig sei, anzukommen, wird Gleichheit von gewissen Kreisen anders interpretiert. Die SPD führt auch gerne Personalentwicklungen durch, um die Leute, die sie für konform hält, auf Position zu bringen...
Das GG spricht von "Männern" (statt Herren) und "Frauen" (statt Weibern). Daran sieht man, dass Frauen aus einem Wohlwollen heraus so angesprochen werden.

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