#1 Die Opfergabe eines Anfängers von Heidabyr 06.02.2021 15:16

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Heute habe ich die erste Opfergabe im Wald dargebracht. Ich habe die Opfergabe bei einem Baum abgelegt. Der Allsherjargode hat hierzu erklärt, dass man selbst von der Opfergabe speisen darf. Das habe ich dann auch getan. Dann habe ich einen Spruch aufgesagt, der mir vor längerer Zeit plötzlich eingefallen ist. Darauf habe ich alle Götternamen, die ich bereits behalten kann, aufgesagt. Dann bin ich um den Baum mehrfach herumgeschritten und habe meine Treue gelobt.
Schließlich habe ich mich von dem Ort wieder entfernt. Obwohl es ein grauer Himmel war, war ich plötzlich hocherfreut, und ich habe zu singen begonnen. Und dann begann die Sonne durch den bewölkten hervorzuscheinen.

Mein erster Auftritt war ziemlich holprig, doch erst die Übung macht den Meister.

#2 RE: Die Opfergabe eines Anfängers von Erzgebirger 07.02.2021 11:03

Hallo,
es klingt so, als wärst du begeistert gewesen.
Sehr schön!
Also alles richtig gemacht, würde ich sagen.
Ich freue mich immer davon zu hören, wenn jemand unseren Glauben auch lebt und zu praktizieren versucht.
Gruß aus dem Erzgebirge

#3 RE: Die Opfergabe eines Anfängers von Heidabyr 07.02.2021 15:10

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Hallo Erzgebirger,

weil ich selber noch Anfänger bin und damit andere Gläubige ermutigen will, Gottesdienste zu leisten, habe ich diese Erfahrung unbedingt teilen wollen.
Es ist schon schwieriger, selber so einen Gottesdienst durchzuführen. (Früher bin ich, wenn überhaupt, in die Kirche gegangen und dann hat vorne ein Pastor alles geleitet. )
Und es hat mich auch ein wenig Überwindung gekostet. Doch hier, in diesem Forum habe ich einiges erfahren über Opfergaben und dadurch habe ich mich mehr und mehr befähigt gefühlt, selber einen Gottesdienst mit Opfergabe durchzurühren.

Gruß aus Holsatia

#4 RE: Die Opfergabe eines Anfängers von Catrin 07.02.2021 18:22

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Das erste Ritual, wo man allein mit sich und den Göttern in der Natur ist, das ist immer etwas ganz Besonderes. Ein schönes Erlebnis!

#5 RE: Die Opfergabe eines Anfängers von Heidabyr 07.02.2021 22:51

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Zitat von Katla im Beitrag #4
Das erste Ritual, wo man allein mit sich und den Göttern in der Natur ist, das ist immer etwas ganz Besonderes. Ein schönes Erlebnis!


Ich kann das nur noch einmal bestätigen. Ich habe es fast unglaublich gefunden. Sonst sitze ich viel vor dem Computer.
Es war sehr kalt, als ich im Wald war, und mir sind fast die Hände abgefroren währenddessen. Aber ich habe es noch durchführen können. Und mit so einer Wirkung habe ich nicht gerechnet. Man darf ja auch nichts erwarten und muß immer demütig bleiben, glaube ich.

#6 RE: Die Opfergabe eines Anfängers von Geza v. Nahodyl Nemenyi 27.02.2021 00:48

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Hallo Heidabyr,

die Götter erwarten von uns gar nicht, daß wir gleich immer alles richtig oder perfekt machen, das wäre ja kleinlich. Wir können ja auch nichts dafür, daß uns relativ wenig von unsern Vorfahren überliefert wurde und wir in einem System leben, wo so etwas nicht nur nicht gelehrt wird, sondern auch noch regelrecht angegriffen und diffamiert.

Wenn jemand wie Du das erste Mal so ein Ritual begeht, dann ist das etwas besonderes und erfreut die Gottheiten und Geister auch besonders. Vielleicht kam deswegen dann auch die Sonne heraus, denn so etwas ist dann auch ein Zieichen (oder wenn man bestimmte Tiere sieht oder irgendetwas von Bedeutung findet).

Du erweckst auch Kräfte, die seit einem Jahrtausend nur schlummern, wenn Du den Kult an einem Ort abhältst, wo noch keine anderen Heiden unserer Zeit gefeiert hatten. Wenn alle das machen würden, jeweils in ihren Regionen, würde das ganze Land von den Kräften durchdrungen, was unser Schicksal positiv beeinflussen würde.

Lichtgruß
Geza

#7 RE: Die Opfergabe eines Anfängers von Heidabyr 27.02.2021 22:33

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Hallo Geza,

solche Opfergaben sind die schönste Möglichkeit, sich den Göttern mitzuteilen, wie ich nun finde. Es ist zum Beispiel besser, als sich zu beklagen oder zu fluchen. Und ich hoffe auch, dass ich dort ganz nah war, wo auch schon Vorfahren geopfert und den Göttern gehuldigt haben. Siehe Foto.

Und ich bemühe mich, meinem Leben nun durch meinen Glauben endlich einen Rahmen zu geben. Aber ich stehe noch am Anfang. Ich habe mich doch gefürchtet vor dem Austritt aus der Kirche, vor Eingebungen, die ich dann bekommen könnte, dass ich verrückt werden könnte. Aber verrückt bin ich noch nicht geworden.

In die Runenkunde muß ich mich nun erst noch einlesen. Und, und, und.

Beste Grüße
H.

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